Denkanstöße über den Altenburger Wald, die Talsohlenwälder und unsere Kulturlandschaft

Ein beeindruckendes Naturduo: Zwei alte, monumentale Buchen stehen majestätisch Seite an Seite

Das Thema Natur und der richtige Umgang mit unseren Lebensräumen ist derzeit in aller Munde – und das aus gutem Grund. Als Vorsitzender der Umweltgruppe Kaltern EO und ehemaliger „Forstmann“ gehe ich stets mit offenen Augen durch die Natur. Da ich mich heute noch als Lernender im großen Buch der Schöpfung verstehe, möchte ich diese wichtige Debatte um eine wesentliche Perspektive bereichern.
Oft geht es dabei um forstliche und ökologische Zusammenhänge, die man im Alltag sonst kaum zu hören bekommt. Sie sind jedoch für ein echtes Verständnis der Umwelt, die uns umgibt, unverzichtbar.

In diesem Zusammenhang liegt es mir am Herzen, weniger bekannte oder gar völlig unbekannte Aspekte ans Licht zu bringen. Diese Zeilen sollen eine Einladung an die Leser sein, unsere Wälder sowie die angrenzenden Kulturlandschaften mit anderen Augen zu sehen, um ihnen wieder den Stellenwert einzuräumen, der ihnen von Natur aus gebührt.

Die Waldbestände entlang des Mendelkamms – wobei hier insbesondere unsere seltenen Buchenwälder (Rotbuche, Fagus sylvatica) gemeint sind – sind längst weit mehr als ein beliebtes Erholungsziel für Menschen aus dem In- und Ausland. Sie bilden ein hochgradig sensibles Ökosystem und sind die Heimat einer faszinierenden Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Doch es gibt Aspekte, über die in der Öffentlichkeit kaum berichtet wird und die daher oft übersehen oder unterschätzt werden – und genau die verdienen unsere volle Aufmerksamkeit.

Ein seltenes Kleinod und grüne Klimaanlage

Wussten Sie, dass Buchenwälder in Südtirol gerade einmal 1,2 Prozent der gesamten Baumarten ausmachen? Sie bilden die äußersten nördlichen Ausläufer, die sich vom Monte Baldo am Gardasee bis zu uns heraufziehen. Diese Baumgesellschaften sind kein Standard, sie sind eine absolute Rarität – ein echtes ökologisches Kleinod von unschätzbarem gesellschaftlichem Wert.

Gerade in den heißen Sommermonaten erfüllen diese Buchenwälder eine lebenswichtige Funktion: Sie sind meisterhafte Schattenspender und hocheffiziente Feuchtigkeitsspeicher. Wenn wir sie als Hochwald achtsam pflegen und erhalten, erschaffen sie ihr ganz eigenes, angenehm kühles Mikroklima. Aufgrund dieser natürlichen Feuchtigkeit brennen Buchenwälder in der Regel nicht – sie wirken wie ein natürlicher Schutzschild gegen Waldbrände. Damit sind sie eine riesige, vollkommen sichere Klimaanlage vor unserer Haustür und ein unbezahlbarer Schatz für unsere Lebensqualität.

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Fachanmerkung zum Thema Waldbrand:
Dass Buchenwälder in der Regel nicht brennen, ist forstökologisch erwiesen. Reine, intakte Buchen-Hochwälder gelten in der Forstwissenschaft als extrem brandträge. Durch das geschlossene Blätterdach kommt kaum Sonne an den Boden, wodurch die relative Luftfeuchtigkeit im Inneren hoch bleibt und das dicke Laub am Boden kaum austrocknet. Im Gegensatz zu Nadelwäldern besitzen Buchen zudem keine leicht entzündlichen Harze oder ätherischen Öle. Nur bei extremsten, monatelangen Dürreperioden kann sich ein Bodenfeuer ausbreiten – im normalen mitteleuropäischen Sommer bleiben sie jedoch von Natur aus geschützt.

Der unberührte Boden als Lebensspender

Ein oft übersehener, fundamentaler Aspekt ist die hydrogeologische Bedeutung des gesamten Mendelkamms, der als riesiges Einzugsgebiet fungiert. Hier zeigt sich, wie unersetzlich unberührte Naturräume sind: Durch den porösen Kalkstein und die offenen, unversiegelten Waldböden kann das Regenwasser ungehindert tief in den Untergrund einsickern. Wo keine Böden betoniert oder asphaltiert sind, nimmt die Erde das Wasser wie ein riesiger Schwamm auf, filtert und säubert es. Es dringt vor, bis es auf das undurchlässige Porphyrgestein stößt. Im Übergangsbereich dieser beiden Gesteinsschichten wird dieses kostbare Nass nicht nur über streng geschützte Wasserfassungen als sauberes Trinkwasser für uns gewonnen. Weite Teile des Wassers treten als natürliche Quellen aus, speisen direkt unsere Bäche und versickern weiter im Untergrund. Dieser gesamte, intakte Kreislauf sorgt für die kontinuierliche Aufrechterhaltung des Grundwasserspiegels und mündet schließlich als lebenswichtiger Zufluss im Kalterer See in der Talsohle. 

Dadurch wird das Fundament für eine zukunftsorientierte Landwirtschaft gelegt, während gleichzeitig die gesamte Dorfgemeinschaft von einer spürbar höheren Lebensqualität profitiert. Hand in Hand mit diesem Wasserkreislauf reinigen die Wälder unermüdlich unsere Luft: Sie filtern Schadstoffe heraus, produzieren lebenswichtigen Sauerstoff und reduzieren durch ihr dichtes Kronendach die Verdunstung des im Boden gespeicherten Wassers massiv. All diese Kreisläufe sind von der Natur perfekt aufeinander abgestimmt und geregelt: Wir Menschen greifen hier klugerweise nicht korrigierend ein, sondern kooperieren in vollkommener Synergie mit ihr.

Z. B. lassen sich Trockenheitsprobleme daher oft ganz pragmatisch und ohne kostspielige Eingriffe klug lösen, indem wir schlicht auf den gesunden Menschenverstand setzen und der Selbstregulierung der Natur mehr Raum geben. Vielmehr müssen wir aufhören, diese sensiblen Kreisläufe durch Zerstörung oder Versiegelung aus dem Gleichgewicht zu bringen. Stattdessen gilt es, von den Mechanismen der Ökosysteme zu lernen und voller Respekt Hand in Hand mit ihnen zu arbeiten.

Blick nach vorn: Hochwald statt historische Nutzung

Um diese überlebenswichtigen Schutz- und Wasserkreislauffunktionen langfristig zu sichern, müssen wir die Buchenwälder stärken. Das gelingt vor allem, indem wir sie konsequent wieder als Hochwald behandeln. Historisch wurden sie für die schnelle Holzentnahme und als Waldweide oft als Niederwald bewirtschaftet – eine Praxis, die den Buchen massiv zugesetzt hat. Da Buchen von Natur aus schlecht aus den Stöcken austreiben, wurden sie durch diese wiederholten Kahlschläge zunehmend geschwächt und in der Folge von wärmeliebenden Konkurrenzpflanzen teils verdrängt. Dabei war das Buchenholz über Jahrhunderte ein extrem begehrter Energieträger und Werkstoff: Es wurde intensiv genutzt, um hochwertige Holzkohle herzustellen, die historischen Kalköfen der Region zu befeuern, sowie als Brennholz und für die Herstellung von Möbeln oder anderen Gebrauchsgegenständen.

Eine naturnahe und standortgerechte Bewirtschaftung, wie sie eine neue, zukunftsorientierte Förstergeneration auch bei uns waldbaulich immer mehr in die Praxis umsetzt, ist daher der Königsweg zur Regeneration.

Ein ganz ähnliches Umdenken brauchen wir auch in den tiefen gelegenen Lagen. Die warmen Laubmischwälder unserer Talsohle wurden in der Vergangenheit forstlich oft verkannt und fälschlicherweise als minderwertige „Staudenwälder“ abgetan. Aus rein ökonomischen Gründen hat man sie vielerorts künstlich mit Fichtenmonokulturen überprägt. 

Heute zeigt sich europaweit, wie anfällig diese flachwurzelnden Nadelbäume gegenüber Stürmen, Trockenheit und dem Befall durch verschiedene Schaderreger sind. Die gezielte Förderung und der Schutz unserer heimischen, standortgerechten Laubbäume in der Talsohle – allen voran Eichen, Kastanien, Kirschen, Linden, Hopfenbuchen, Erlen, Pappeln, Blumeneschen und Ulmen und Weiden – ist daher kein Luxus, sondern eine biologische Notwendigkeit für ein stabiles, widerstandsfähiges Ökosystem.

Gemeinsam für einen gesunden Lebensraum Kaltern

Lassen Sie uns dieses kostbare Gut nicht nur als Kulisse betrachten, sondern als gemeinsames Erbe, das wir verantwortungsvoll für die kommenden Generationen bewahren müssen. Als Umweltgruppe Kaltern EO möchten wir hierbei aktiv vorangehen und konstruktiv mit der neuen Gemeindeverwaltung, die alle Bürger vertritt, kooperieren. Unser Ziel ist es auch, umsetzbare, weitblickende Vorschläge einzubringen – wie etwa die gezielte Renaturierung bestimmter Areale, notwendige Entsiegelungen, den Schutz von Monumentalbäumen oder die Dorfbegrünung –, um unsere Lebensräume zu stärken und aufzuwerten. Denn von intakten Ökosystemen hängen sowohl Gesundheit als auch Lebensqualität direkt ab.

Schließlich profitiert die gesamte Dorfgemeinschaft – ob Landwirtschaft, Handwerk, die heimische Wirtschaft oder die Bürgerinnen und Bürger –, wenn wir Hand in Hand mit der Natur für unseren Lebensraum arbeiten. Dies sichert zugleich die lokale Artenvielfalt und kommt direkt der Tier- und Pflanzenwelt zugute.

Dieses Anliegen wird von zahlreichen Vereinen getragen, die sich seit Jahren mit Engagement auf vielfältige Weise für unsere natürlichen Ökosysteme und die traditionelle Kulturlandschaft einsetzen. Obwohl sie unterschiedliche Schwerpunkte setzen, verfolgen alle das gemeinsame Ziel, unser Naturerbe langfristig zu erhalten.

Wer tiefer in diese ökologischen Zusammenhänge eintauchen möchte, findet auf dem Portal HabitVital einen detaillierten Einblick in das Ökosystem Wald, mit einem besonderen Augenmerk auf die wertvollen Laubwälder der Talsohle im Überetsch und Unterland. Hier ist der Link: https://www.habitvital.net/de/natur/natur-und-klima/klima-natur-perspektiven/oekosystem-wald  

https://www.habitvital.net/it/natura/clima/la-natura-ed-il-clima-prospettive/ecosistema-bosco

Alberto Fostini

Ehemaliger „Forstmann“ und Vorsitzender der Umweltgruppe Kaltern EO

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Spunti di riflessione sul bosco di Castelvecchio, i boschi di fondovalle e il nostro paesaggio culturale

Il tema della natura e della corretta gestione dei nostri spazi vitali è sulla bocca di tutti – e a buon diritto. In qualità di presidente dell’associazione ambientalista di Caldaro ODV ed ex forestale, cammino sempre a occhi aperti nella natura. Poiché oggi mi sento ancora apprendista nel grande libro della creazione, desidero arricchire questo importante dibattito con una prospettiva essenziale.

Spesso si tratta di relazioni forestali ed ecologiche di cui si sente parlare raramente nella vita quotidiana. Esse sono tuttavia indispensabili per una reale comprensione dell’ambiente che ci circonda.

In questo contesto, mi sta a cuore portare alla luce elementi meno noti o persino sconosciuti, offrendo ai lettori un invito a guardare con occhi diversi i nostri boschi e i paesaggi culturali limitrofi, per restituire loro l’importanza che gli  spetta per natura.

I patrimoni boschivi lungo la costiera della Mendola – e ci riferiamo qui in particolare alle rare selve di faggio (faggio occidentale, Fagus sylvatica) – sono ormai molto più di una meta ricreativa apprezzata da visitatori locali e stranieri. Essi costituiscono un ecosistema altamente sensibile ed sono la dimora di un’affascinante varietà di piante e animali. Eppure vi sono aspetti di cui si parla pochissimo a livello pubblico e che, di conseguenza, sono spesso trascurati o sottovalutati – ed è proprio a questi che va dedicata la nostra piena attenzione.

Un gioiello raro e un climatizzatore naturale

Sapevate che i faggi in Alto Adige rappresentano appena l’1,2% della superficie boschiva totale? Le faggete della Mendola costituiscono le estensioni più settentrionali di un sistema verde che si snoda dal Monte Baldo, sul Lago di Garda, fino a noi. Queste comunità arboree non sono la norma, bensì una rarità assoluta – un vero gioiello ecologico e dal valore sociale inestimabile.

Proprio nei caldi mesi estivi queste faggete svolgono una funzione vitale: offrono un’ombra straordinaria e sono accumulatori di umidità altamente efficienti. Se le curiamo e le preserviamo con attenzione come bosco d’alto fusto (fustaia), esse creano un proprio microclima piacevolmente fresco. A causa di questa umidità naturale, le faggete di regola non bruciano – agiscono come uno scudo protettivo naturale contro gli incendi boschivi. In questo modo rappresentano un enorme impianto di climatizzazione ecologico e sicuro proprio a due passi da casa, oltre che un tesoro inestimabile per la nostra qualità di vita.

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Nota tecnica sul tema degli incendi boschivi:
Il fatto che le faggete di regola non brucino è ampiamente dimostrato dal punto di vista ecologico-forestale. Nella scienza forestale, le fustaie pure e intatte di faggio sono considerate estremamente resistenti al fuoco. Grazie alla chioma fitta e chiusa, il sole penetra a fatica fino al suolo. Di conseguenza, l’umidità relativa dell’aria all’interno rimane elevata e la spessa lettiera di foglie sul terreno non si dissecca facilmente. Al contrario delle foreste di conifere, i faggi non possiedono inoltre resine o oli essenziali facilmente infiammabili. Solo in caso di periodi di siccità estremi e prolungati per mesi un fuoco di superficie può propagarsi – nella normale estate mitteleuropea, tuttavia, queste foreste rimangono protette per natura.

Il suolo incontaminato come sorgente di vita

Un aspetto fondamentale e spesso trascurato è l’importanza idrogeologica dell’intera dorsale della Mendola, che funge da enorme bacino idrografico. Qui si mostra quanto siano insostituibili gli spazi naturali incontaminati: attraverso il calcare poroso e i suoli boschivi permeabili e non sigillati, l’acqua piovana può penetrare indisturbata in profondità nel sottosuolo. Dove i terreni non sono cementificati o asfaltati, la terra assorbe l’acqua come una spugna gigante, la filtra e la depura, fino a farla confluire sul substrato porfirico impermeabile.

Nella zona di transizione tra questi due strati rocciosi, questo prezioso elemento non viene soltanto raccolto come acqua potabile pulita attraverso zone di tutela rigorosamente protette. Grandi quantità d’acqua sgorgano inoltre come sorgenti naturali, alimentano direttamente i nostri ruscelli e penetrano ulteriormente nel sottosuolo. Questo ciclo perfettamente intatto garantisce il mantenimento costante del livello della falda acquifera e fornisce un apporto vitale al Lago di Caldaro nel fondovalle.

In questo modo si creano le basi per un’agricoltura orientata verso il futuro, a tutto vantaggio della qualità della vita dell’intera cittadinanza. Insieme a questo ciclo idrico, le foreste purificano instancabilmente la nostra aria: filtrano le sostanze nocive, producono ossigeno vitale e, grazie alla loro fitta ombra, riducono drasticamente l’evaporazione dell’acqua immagazzinata nel suolo.

Tutti questi cicli sono perfettamente coordinati e regolati dalla natura: noi esseri umani, saggiamente, non interveniamo per correggerli, ma scegliere di agire in totale sinergia con essi.

Per esempio i problemi di siccità si possono spesso risolvere in modo molto pragmatico e senza costosi interventi tecnici, affidandosi al buon senso, dando semplicemente più spazio all’autoregolazione della natura. Al contrario, dobbiamo smettere di destabilizzare questi delicati cicli con la distruzione o la cementificazione. È fondamentale invece imparare dai meccanismi degli ecosistemi e, con profondo rispetto, lavorare in sinergia con loro. 

Sguardo al futuro: fustaia al posto dell’utilizzo storico

Per garantire a lungo termine queste funzioni protettive e idriche vitali, dobbiamo rafforzare le selve di faggio. Questo si ottiene soprattutto trattandole in modo coerente come boschi d’alto fusto (fustaie). Storicamente, per una rapida estrazione di legname e per il pascolo, queste aree sono state spesso gestite a ceduo – una pratica che ha messo a dura prova questa specie. 

Poiché per loro natura i faggi rigenerano con difficoltà dalle ceppaie (tramite polloni), i ripetuti tagli a raso li hanno progressivamente indeboliti, esponendoli alla forte concorrenza di specie vegetali termofile. Eppure, per secoli, il legno di faggio è stato una fonte di energia e un materiale da costruzione molto ricercato: veniva utilizzato intensamente per produrre carbonella di alta qualità, per alimentare le storiche calchere della regione, come legna da ardere e per la produzione di mobili o altri oggetti d’uso quotidiano.

Una gestione vicina alla natura e adatta al sito, che una nuova generazione di forestali orientata al futuro sta attuando sempre più nell’ambito della silvicoltura anche da noi, rappresenta quindi la via maestra per la rigenerazione.

Un analogo cambio di mentalità è necessario anche nelle zone a bassa quota. In passato i caldi boschi misti di latifoglie del nostro fondovalle sono stati spesso sottovalutati dal punto di vista forestale e liquidati erroneamente come „boscaglia” privo di valore. Per motivi puramente economici si è fatto affidamento in molti luoghi sul rimboschimento artificiale con monocolture di abete rosso. Oggi si mostra in tutta Europa quanto queste conifere dalle radici superficiali siano suscettibili alle tempeste, alla siccità e alle infestazioni di diversi patogeni.

La promozione mirata e la tutela delle nostre latifoglie autoctone e adatte al sito nel fondovalle – prime fra tutte querce, castagni, ciliegi, tigli, carpino nero, ontani, pioppi, ornielli, olmi e salici – non costituiscono quindi un lusso, ma una necessità biologica per garantire un ecosistema stabile e resiliente.

Insieme per un ambiente salubre a Caldaro

Non consideriamo questo prezioso bene come una semplice scenografia, ma come un’eredità comune che dobbiamo custodire responsabilmente per le generazioni future. Come associazione ambientalista di Caldaro ODV, desideriamo muoverci attivamente in questa direzione e cooperare in modo costruttivo con la nuova amministrazione comunale, che rappresenta tutta la cittadinanza. Il nostro obiettivo è anche quello di presentare proposte lungimiranti e realizzabili – quali la rinaturalizzazione mirata di determinate aree, i necessari interventi di desigillazione del suolo, la tutela degli alberi monumentali o l’inverdimento del paese – per rafforzare e valorizzare i nostri spazi vitali. Dopotutto, sia la salute che la qualità della vita dipendono direttamente da ecosistemi integri.

In fin dei conti, l’intera comunità del paese – che si tratti di agricoltura, artigianato, economia locale o dei singoli cittadini e cittadine – trae beneficio dal collaborare in sinergia con la natura per il nostro habitat. Ciò garantisce al contempo la biodiversità locale e va a diretto vantaggio della flora e della fauna.

Questo intento è sostenuto da numerose associazioni che da anni si impegnano in vari modi a favore dei nostri ecosistemi naturali e del paesaggio culturale tradizionale. Pur ponendo accenti diversi, tutte perseguono il fine comune di preservare il nostro patrimonio naturale a lungo termine.

Chi desidera approfondire queste relazioni ecologiche trova sul portale HabitVital uno sguardo dettagliato sull’ecosistema bosco, con una particolare attenzione ai preziosi boschi di latifoglie del fondovalle in Oltradige e Bassa Atesina. Ecco il link: 

https://www.habitvital.net/it/natura/clima/la-natura-ed-il-clima-prospettive/ecosistema-bosco
https://www.habitvital.net/de/natur/natur-und-klima/klima-natur-perspektiven/oekosystem-wald

Alberto Fostini
Ex forestale e presidente dell’associazione ambientalista di Caldaro ETS 

Ein voller Erfolg: 4.429-mal Begeisterung am 20. autofreien Radtag auf den Mendelpass

An alle Mitglieder und Freunde der Umweltgruppe Kaltern EO und der Natur

Der 20. autofreie Radtag am Samstag, den 19. September 2026, wurde zu einem echten Erlebnis. Mit 4.429 Radfahrerinnen und Radfahrern auf dem Pass wurden alle Erwartungen übertroffen – der anhaltende Teilnehmerrekord zeigt eindrucksvoll, wie lebendig „Enkeltauglichkeit“ vor Ort gelebt werden kann.

Dieses Denken in Generationen geht weit über die heute oft auf den CO₂-Ausstoß reduzierte Debatte hinaus. Als ehemaliger Forstmann liegt mir der eigentliche Ursprung des Begriffs Nachhaltigkeit besonders am Herzen: Er stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert, als in der Forstwirtschaft der wegweisende Grundsatz formuliert wurde, der Natur nur so viel zu entnehmen, wie auch wieder nachwachsen kann (Hans Carl von Carlowitz, Sylvicultura oeconomica, 1713). Wir tun gut daran, uns wieder als pragmatisch Lernende im großen Buch der Schöpfung zu begreifen. In den 1980er-Jahren wurde dieser Gedanke international aufgegriffen und in den drei gleichwertigen Säulen der Nachhaltigkeit – Wirtschaft, Soziales und Umwelt – verankert. Auf der Mendel wurde an diesem Tag vor allem das zwischenmenschliche Miteinander und eine wohltuende Gelassenheit spürbar.

Die Natur ist unser eigentlicher Lebensraum

Das moderne Leben bringt zwar viele Annehmlichkeiten und hohen Komfort mit sich – doch es entfremdet uns auch von unseren Wurzeln. Im Rausch des heutigen Überflusses und ständigen Wandels bot die autofreie Passstraße eine wertvolle Oase der Entschleunigung. Ohne Verkehrslärm schöpften die Menschen wieder Zeit, um zueinanderzufinden. Auf der Mendel angekommen, bot unser Verein den idealen Ankerplatz für alle Besucherinnen und Besucher: Bei Speis und Trank sowie spannenden Informationen schufen wir mit viel Herzblut eine lebendige Drehscheibe für gute Gespräche und einen bereichernden Austausch.

Der Radtag wurde so zu einer echten Quelle der Erholung. Es war die Chance, ganz abzuschalten, Energie zu tanken und neu zu spüren: Mehr Qualität und weniger Quantität bedeuten wahre Lebensqualität. Diese weitsichtige Aktion zeigt konsequent, wie ein ausgewogener Mittelweg für eine lebenswerte Zukunft aussehen kann.

Mobilitätslabor Mendelpass: ein Vorschlag mit Zukunft

Die Mendelstraße während der Saison an ausgewählten Tagen halbtägig für den Autoverkehr zu schließen und für die sanfte Mobilität zu öffnen, ist ein konstruktiver und zukunftsweisender Ansatz. Diese Initiative, die bereits von der Umweltgruppe Kaltern EO der Gemeinde Kaltern unterbreitet wurde, birgt großes Potenzial: Sie bereichert den ländlichen Raum und setzt einen positiven wirtschaftlichen Impuls im Einklang mit der Natur.

Dank der einzigartigen Panoramalage, bequemer Ausweichrouten, der bestehenden Standseilbahn sowie der sicheren Nutzung für E-Bikes, Radfahrerinnen und Radfahrer  sowie Fußgänger bietet das Konzept messbare Vorteile für alle. Der Mendelpass wird so zu einem lebendigen Reallabor für eine moderne und weitsichtige Regionalentwicklung.

Neue Perspektiven: Gemeinsam Zukunft gestalten

Um solche Visionen dauerhaft in die Realität umzusetzen, braucht es eine starke, engagierte Gemeinschaft. Deshalb braucht die Umweltgruppe Kaltern EO Menschen, die aktiv anpacken und unsere Projekte mit helfenden Händen oder als Förderer ermöglichen – ganz nach dem Leitgedanken: Weniger große Worte, mehr gute und konkrete Taten.

Wir freuen uns über alle, die umsetzbare Ideen einbringen, neue Werte vorleben und Lust haben, unsere Heimat weitsichtig mitzugestalten. Wenn uns das gemeinsam gelingt, gewinnen hier alle – eine attraktive Form gelebter Enkeltauglichkeit!

Ein herzliches Dankeschön gilt allen helfenden Händen für ihren tatkräftigen Einsatz sowie der Raiffeisenkasse Überetsch für die großzügige Spende zugunsten unserer Naturprojekte.

Beste Grüße

Alberto Fostini

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A tutti i membri e amici del Gruppo Ambientalista Caldaro ETS e della natura

Un pieno successo: l’entusiasmo di 4.429 partecipanti alla 20ª Giornata della Bicicletta senza auto sul Passo Mendola

La 20ª Giornata della Bicicletta senza auto di sabato 19 settembre 2026 è stata una vera e propria esperienza positiva. Con 4.429 cicliste e ciclisti sul passo, ogni aspettativa è stata superata: il costante record di partecipanti dimostra in modo eloquente come uno stile di vita „a misura dei nostri nipoti“ possa essere vissuto concretamente sul territorio.

Questo pensiero, proiettato verso le generazioni future, va ben oltre il dibattito odierno, spesso ridotto alle sole emissioni di CO₂. Come ex forestale, la vera origine del concetto di sostenibilità mi sta particolarmente a cuore: risale all’inizio del XVIII secolo, quando nell’economia forestale fu formulato il principio cardine di prelevare dalla natura solo ciò che può effettivamente ricrescere (Hans Carl von Carlowitz, Sylvicultura oeconomica, 1713). Facciamo bene a riscoprirci come apprendisti pragmatici nel grande libro del Creato. Negli anni ’80 questo pensiero fu ripreso a livello internazionale e sancito nei tre pilastri paritari della sostenibilità: economia, sociale e ambiente. Quel giorno, sulla Mendola, si sono percepiti soprattutto il senso di comunità e una benefica serenità.

La natura è il nostro vero spazio vitale

La vita moderna porta con sé molte comodità e un elevato comfort, ma spesso ci allontana dalle nostre radici. Nell’odierna frenesia dell’abbondanza e del continuo cambiamento, la strada del passo chiusa al traffico ha offerto una preziosa oasi di decelerazione. Senza il rumore delle auto, le persone hanno ritrovato il tempo per incontrarsi e stare insieme. All’arrivo sulla Mendola, la nostra associazione ha rappresentato il punto di approdo ideale per tutte le visitatrici e i visitatori: tra cibo, bevande e informazioni stimolanti, abbiamo creato con passione un vivo centro d’incontro per dare spazio a buoni dialoghi e a uno scambio arricchente.

La Giornata della Bicicletta si è così trasformata in una vera sorgente rigenerativa. È stata l’occasione per staccare completamente la spina, ricaricare le energie e percepire nuovamente che una maggiore qualità e una minore quantità significano vera qualità della vita. Questa azione lungimirante dimostra in modo coerente come possa configurarsi una via di mezzo equilibrata per un futuro degno di essere vissuto.

Laboratorio di mobilità Passo Mendola: una proposta con un futuro

Chiudere al traffico automobilistico la strada della Mendola per mezza giornata in date selezionate durante la stagione, aprendola alla mobilità dolce, è un approccio costruttivo e orientato al futuro. Questa iniziativa, già presentata dal Gruppo Ambientalista Caldaro ETS al Comune di Caldaro, racchiude un grande potenziale: arricchisce l’area rurale e stimola positivamente l’economia locale in armonia con la natura.

Grazie alla straordinaria posizione panoramica, a comodi percorsi alternativi, alla funicolare esistente e all’utilizzo sicuro per e-bike, cicliste, ciclisti e pedoni, il progetto offre vantaggi tangibili per tutti. Il Passo Mendola si trasforma così in un laboratorio vivente per uno sviluppo regionale moderno e lungimirante.

Nuove prospettive: plasmare insieme il futuro

Per trasformare stabilmente queste visioni in realtà, serve una comunità forte e impegnata. Per questo il Gruppo Ambientalista Caldaro ETS ha bisogno di persone che si rimbocchino attivamente le maniche e rendano possibili i nostri progetti – sia offrendo un aiuto pratico che in veste di sostenitori – in linea con il nostro principio guida: meno grandi parole, più azioni buone e concrete. Siamo felici di accogliere chiunque voglia proporre idee realizzabili, dare il buon esempio attraverso nuovi valori e abbia voglia di contribuire a plasmare il nostro territorio con lungimiranza. Se ci riusciremo insieme, sarà una vittoria per tutti: un’affascinante forma di impegno a misura di nipote vissuto sul campo!

Un sentito ringraziamento va a tutti coloro che hanno offerto il loro prezioso aiuto con un impegno instancabile, così come alla Cassa Raiffeisen Oltradige per la generosa donazione a favore dei nostri progetti a tutela della natura.

Cordialmente
Alberto Fostini

Das war der Mendelradtag am 19.9.2026

An alle Mitglieder und Freunde der Umweltgruppe Kaltern EO und der Natur,

Der Autofreie Radtag auf die Mendel feiert das 20. JUBILÄUM!

Am Samstag, dem 19. September, war es heuer zum 20. Mal so weit: Die Passstraße auf die Mendel wird von 9:00 bis 16:30 Uhr exklusiv für alle Radbegeisterten gesperrt!

Als Umweltgruppe Kaltern EO organisiertn wir diesen besonderen Tag auch dieses Jahr gemeinsam mit dem Dachverband für Natur- und Umweltschutz, der Umweltgruppe Eppan sowie den Gemeinden Eppan und Kaltern – passend zur Europäischen Mobilitätswoche.

Denn für uns ist dieser Tag mehr als nur ein Event: Im Fokus steht der aktive Erhalt unserer Lebensräume – und zwar genau dort, wo wir die Natur unmittelbar erleben. Es gibt einen großen Unterschied dazwischen, theoretisch über Umweltschutz zu reden – und das Bewahren unserer Heimat unter den eigenen Füßen bzw. unter den eigenen Reifen zu spüren.

Die Straße war für den motorisierten Verkehr von 9 bis 16.30 Uhr ab Kreuzung Oberplanitzing bis zur Mendelpass-Höhe gesperrt.

Freie Fahrt also für Radlerinnen und Radler!

Keine Feier ohne Musik! Am Pass hat die bekannte und beliebte Gruppe Titlà von 12.00 – 14.00 Uhr zum Jubiläum aufgespielt!

Weiters gab es wieder:

* Erfrischungsstände und Snacks zur Stärkung: Für Erfrischungsgetränke und zum Knabbern war gesorgt

* in Matschatsch – Umweltgruppe Eppan / Gemeinde Eppan

* auf der Mendel, am Ziel – Umweltgruppe Kaltern / Gemeinde Kaltern

* Natur- und Klimaquiz mit Sachpreisen – die Verlosung findet hier auf der Mendel statt.

* Wir erwarteten die Radler-Innen bei unserem Stand am Pass im Hofraum vom Hotel Kaltererhof. Mitgebrachte Trinkflaschen konnten mit Wasser aufgefüllt werden. Zur Stärkung gab es außerdem Äpfel, Apfelsaft, Schüttelbrot, Zucchinikuchen aus Einkorn und wohltuende Kräutertees – frisch aus dem Garten der Natur sowie ein Natur- und Klimaquiz mit Sachpreisen.

Diese Aktion war eine Einladung, sich in unserer schnelllebigen Welt bewusst Zeit zur Entschleunigung zu nehmen und die Menschen der Natur wieder näherzubringen. Ganz nach dem Leitgedanken „Man schätzt und schützt, was man liebt, und man liebt nur, was man versteht“ bot der Mendelradtag die ideale Gelegenheit, dass Menschen wieder zueinanderfinden und miteinander ins Gespräch kommen.

Herzliche Grüße

Alberto Fostini

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A tutti i membri e amici dell:associazion e ambientale di Caldaro ODV e della natura,

La Giornata in bici sulla Mendola festeggia il 20° anniversario!

Sabato 19 settembre scatta la 20ª edizione: la strada del Passo della Mendola sarà chiusa al traffico veicolare dalle 9:00 alle 16:30, a uso esclusivo di tutti gli appassionati delle due ruote!

Come associazione per l’ambiente di Caldaro ODV organizziamo questa giornata speciale anche quest’anno insieme alla Federazione Protezione Natura e Ambiente (Dachverband), al Gruppo Ambientalista Appiano e ai Comuni di Appiano e Caldaro – in occasione della Settimana Europea della Mobilità.

Per noi tutti questa giornata è molto più di un semplice evento: al centro dell’attenzione c’è la salvaguardia attiva dei nostri spazi vitali, proprio là dove viviamo la natura in prima persona. C’è una grande differenza tra il parlare di protezione dell’ambiente in teoria e sentirla nella terra sotto i propri piedi, ovvero sotto le proprie ruote.

La strada sarà chiusa al traffico motorizzato dalle 9:00 alle 16:30 dall’incrocio di Pianizza di Sopra fino al Passo della Mendola.

Via libera quindi ai ciclisti e alle cicliste!

Non c’è festa senza musica! Al Passo, il famoso e amato gruppo Titlà suonerà dalle 12.00 alle 14.00 in occasione dell’anniversario!

Inoltre, come sempre, ci saranno:

* Punti di ristoro e snack rigeneranti: saranno disponibili bevande rinfrescanti e qualcosa di buono da sgranocchiare.

* uno a Masaccio – Gruppo ambientalista Appiano/Comune di Appiano.

* uno sulla Mendola al traguardo – Associazione ambientalista Caldaro/Comune di Caldaro.  

* Quiz su natura e clima con premi – l’estrazione si terrà qui al Passo Mendola.

* Aspettiamo ciclisti e cicliste al nostro stand al Passo, nel cortile dell’Hotel Kaltererhof. Potete ricaricare comodamente le vostre borracce con l’acqua. Per fare il pieno di energia ci saranno inoltre mele, succo di mela, Schüttelbrot, focaccia di farro monococco e zucchine e tisane alle erbe rigeneranti – fresche dal giardino della natura, cosí come un Quiz su natura e clima con premi in palio.      

Importanti dettagli organizzativi per i partecipanti provenienti da fuori: 

Si prega di non parcheggiare l’auto presso il Maxicenter, ma nelle aree di sosta di Appiano, Caldaro e Pianizza di Sopra. 

Questa iniziativa è un invito a prendersi consapevolmente il tempo per rallentare in un mondo sempre più frenetico, riavvicinando le persone alla natura. Fedele al principio ispiratore „Si apprezza e si protegge solo ciò che si ama, e si ama solo ciò che si comprende“, la Giornata della Bici sulla Mendola offre l’occasione ideale per ritrovarsi e riscoprire il piacere di dialogare e stare insieme.

Cordialmente

Alberto Fostini

Stolz, mächtig, unvergänglich – Kalterns dickste Kastanie

Schon die Römer brachten die Edelkastanie (Castanea sativa) vor 2.000 Jahren ins Überetsch. Auf dem sauren, vulkanischen Porphyrgestein gedeihen die Kastanienhaine prächtig. Sie sind eng mit der Weinkultur verbunden, da ihr Holz traditionell für Weinbergpfähle und Weinfässer genutzt wurde.

Ein besonders prachtvolles Exemplar steht im Unteren Berg: Diese beeindruckende Kastanie ist über 200 Jahre alt, kerngesund und wächst majestätisch in unserer Kulturlandschaft. Durch den Einsatz der Umweltgruppe Kaltern EO konnten dieser Monumentalbaum sowie weitere Baumriesen unter Schutz gestellt werden.

Mit ihren mächtigen, knorrigen Stämmen prägen diese Methusalems das Landschaftsbild rund um Kaltern. Als Verein setzen wir uns aktiv für den Erhalt dieser Naturdenkmäler sowie für die Stärkung der Widerstandskraft unserer heimischen Wälder ein.

Diese werden das ganze Jahr über von Einheimischen und Gästen besucht, die in unserer schnelllebigen Welt hier neue Kraft schöpfen und Ruhe finden. Diese Baumriesen sind unverzichtbare Lebensräume für Vögel und Insekten sowie Kraftorte für die Menschenseele.

Sie haben Jahrhunderte überdauert – es liegt an uns, dieses lebendige Erbe für zukünftige Generationen zu bewahren.

GLOBALE HERAUSFORDERUNGEN FÜR DIE WÄLDER?

Ein Blick über die Gemeindegrenzen zeigt, wie gefährdet die Wälder sind. Ein anschauliches Video beleuchtet die Ursachen europäischer Waldbrände:

Es stellt sachlich klar: Hauptverantwortlich ist meist der Mensch – nicht nur durch Brandstiftung, denn Monokulturen und intensive Nutzung nehmen den Wäldern die Widerstandskraft, während Hitze und Trockenheit Brände beschleunigen.

Bildbeschreibung

Edelkastanie (Castanea sativa)

  • Ursprung: Kleinasien
  • Alter: 500 bis 1000 Jahre
  • Eigenschaften: Sie liebt Wärme und kommt gut mit Klimawandel zurecht.
  • Historische Bedeutung: Die Früchte waren in Hungerzeiten ein überlebenswichtiges Grundnahrungsmittel.
  • Kastanienholz: Beliebt wegen seiner Maserung und Haltbarkeit.
  • Borke: Historisch zum Ledergerben genutzt.

FIERI, IMPONENTI, IMMORTALI

I CASTAGNI PIÚ GRANDI DI CALDARO

Furono già i Romani, 2.000 anni fa, a portare il castagno (Castanea sativa) nell’Oltradige. Sui terreni acidi di porfido vulcanico, i castagneti crescono rigogliosi. Sono strettamente legati alla cultura del vino, poiché il loro legno veniva tradizionalmente utilizzato per i pali delle vigne e per le botti.

Un esemplare particolarmente splendido si trova nel Monte di Sotto: questo straordinario castagno ha più di 200 anni, è in perfetta salute e cresce maestoso nel nostro paesaggio culturale. Grazie all’impegno del Gruppo Ambientale di Caldaro ODV, questo albero monumentale e altri giganti della natura sono stati posti sotto tutela.

Con i loro tronchi imponenti e nodosi, questi „matusalemme“ caratterizzano il paesaggio intorno a Caldaro. Come associazione, ci impegniamo attivamente per la salvaguardia di questi monumenti naturali e per il rafforzamento della resilienza delle foreste locali, frequentate tutto l’anno da residenti e ospiti che, in questo mondo frenetico, trovano qui nuova energia e quiete.

Questi giganti sono habitat indispensabili per uccelli e insetti, oltre che luoghi di ricarica per l’anima. Hanno superato i secoli – spetta a noi preservare questa eredità vivente per le generazioni future.

SFIDE GLOBALI PER LE FORESTE?

Uno sguardo oltre i confini comunali mostra quanto le foreste siano a rischio. Un video esplicativo ne illustra le cause a livello europeo:

Chiarisce obiettivamente che il principale responsabile è quasi sempre l’uomo – non solo per colpa degli incendiari, ma perché monocolture e sfruttamento intensivo hanno tolto resistenza ai boschi, mentre caldo e siccità ne accelerano la combustione.

Descrizione foto

Castagno europeo (Castanea sativa)

  • Origine: Asia Minore
  • Età: da 500 a 1000 anni
  • Caratteristiche: Ama il calore e si adatta bene al cambiamento climatico.
  • Importanza storica: In tempi di carestia, i suoi frutti sono stati un alimento di base di vitale importanza.
  • Legno di castagno: Apprezzato per la venatura e la durabilità.
  • Corteccia: Veniva storicamente utilizzata per la concia del cuoio.

Schlagzeilen vs. Fakten: Warum brennen unsere Wälder wirklich?

Medien nutzen dramatische Bilder von Flammen oft nur für schnelle Klicks. Visuelle Reize fesseln unsere Aufmerksamkeit und wecken Emotionen wie Angst. Dabei wird die Realität meist stark verkürzt dargestellt oder es wird gar nicht erst auf sie eingegangen.

Für echten Waldschutz zählen jedoch wissenschaftliche Fakten statt reißerischer Mythen. Im Sommer treffen entscheidende Faktoren zusammen, die das Brandrisiko massiv erhöhen. Der Mensch ist dabei fast immer im Spiel.

Dieses Video erklärt kurz und einfach, wie Wetter, Baumarten und menschliches Verhalten zusammenhängen. Es räumt mit typischen Vorurteilen auf und zeigt Fakten – verständlich und genau auf den Punkt gebracht.

Tag der offenen Tür zum Langen Donnerstag am 20. August

Nach dem großen Erfolg des ersten Termins lädt die Umweltgruppe Kaltern EO erneut in den Kräutergarten im Dorfzentrum ein. An diesem Abend öffnen sich von 18:00 bis 22:00 Uhr die Tore für alle Besucherinnen und Besucher.

Es erwartet die Gäste ein vielfältiges und stimmungsvolles Programm:

  • Besinnliches: Beiträge der Franziskaner zum Sonnengesang des Hl. Franziskus und zu den vier Elementen.
  • Kunst und Basteln: Maler präsentieren ihre Werke zum Thema Natur und mehr.
  • Musik: Eine handgespielte Violine sorgt für die stimmungsvolle Umrahmung.
  • Genuss: Produkte aus dem Garten, feine Säfte, Teemischungen, Tinkturen und Wildkräuter-Brotaufstriche.
  • Erlebnis: Ein Natur- und Klimaquiz mit Sachpreisen sowie ein Fußabdruckpfad.
  • Rundgang: Geführte Tour durch den Garten um 19:00 Uhr mit sachkundiger Erklärung (Anmeldung erbeten unter Tel. 340 4900414).

Diese Veranstaltung ist eine wunderbare Gelegenheit, die Natur gemeinsam zu erleben, Kultur zu genießen und gleichzeitig unsere ehrenamtliche Arbeit im Dorf zu unterstützen. Wir laden Sie herzlich dazu ein!


Kultur- und Naturwanderung im Nonstal

Die gut besuchte Sommerwanderung der Umweltgruppe Kaltern EO führte am 19. Juli 2026 ins Nonstal. Abseits des Tourismus verlief die Route auf dem historischen Bergwerksweg ab Rumo durch ursprüngliche, wildreiche Wälder.

Das Highlight war eine fachkundige Führung zu alten Silberminen und Wetzstein-Abbaustellen, die tiefe Einblicke in die regionale Bergbaugeschichte bot. Zum Abschluss besichtigte die Gruppe im „Palazzo Aliprandini-Lanzinger“ in Livo eine Kunstausstellung mit Originalwerken in Öl auf Kupferplatten zu historischen und gesellschaftlichen Themen.

Diese Einblicke in Geschichte und unberührte Natur machten die Wanderung zu einem kulturell wie landschaftlich wertvollen Erlebnis.

Bildbeschreibung:
Manna: Süßer Saft der Manna- oder Blumenesche (Fraxinus ornus), reich an Mannit (bis zu 90 %), genutzt als mildes Verdauungsmittel und Zuckerersatz. Die Pflanze wächst auch wild in Südtirol, der Saft wird jedoch nur im heißen Klima Siziliens gewonnen.


Giornata delle porte aperte per i Giovedì Lunghi – 20 agosto

Dopo il grande successo del primo appuntamento, il Gruppo Ambientalista Caldaro ODV invita nuovamente tutti nel giardino delle erbe in centro al paese. Dalle 18:00 alle 22:00 le porte saranno aperte a tutti i visitatori.

Ad attendere gli ospiti ci sarà un programma vario e suggestivo:

  • Spiritualità: contributo dei Francescani sul Cantico delle Creature di San Francesco e sui quattro elementi.
  • Arte e manualità: i pittori presentano le loro opere dedicate al tema della natura e non solo.
  • Musica: un violino suonato dal vivo farà da suggestiva cornice all’evento.
  • Gusto: prodotti del giardino, ottimi succhi, tisane, tinture e paté spalmabili con erbe selvatiche.
  • Esperienza: quiz su natura e clima con premi in palio e percorso dell’impronta ecologica.
  • Visita guidata: tour del giardino alle ore 19:00 con spiegazione di un esperto (gradita la prenotazione al tel. 340 4900414).

Questo evento è una splendida occasione per vivere insieme la natura, godersi un momento culturale e, allo stesso tempo, sostenere il nostro lavoro di volontariato in paese. Siete tutti cordialmente invitati!


Escursione culturale e naturalistica in Val di Non

L’escursione estiva del Gruppo Ambientalista Caldaro EO in Val di Non ha riscosso grande successo. Lontano dal trambusto turistico, l’itinerario si è snodato lungo lo storico sentiero delle miniere, partendo da Rumo e attraversando boschi incontaminati e ricchi di fauna selvatica.

Il momento clou è stato la visita guidata con un esperto alle antiche miniere d’argento e ai siti storici di estrazione delle pietre coti, che ha offerto un affascinante approfondimento sulla storia mineraria locale.

Per concludere, il gruppo ha visitato a Livo, presso il „Palazzo Aliprandini-Lanzinger“, la mostra d’arte con opere originali a olio su lastre di rame dedicate a temi storici e sociali.

Questi approfondimenti sulla storia e la natura incontaminata hanno reso l’escursione un’esperienza di grande valore culturale e paesaggistico.

Descrizione foto:
Manna: linfa dolce del frassino da manna o orniello (Fraxinus ornus), ricca di mannite (fino al 90%), usata come digestivo blando e sostituto dello zucchero. La pianta cresce spontanea anche in Alto Adige, ma la linfa viene estratta solo nel clima caldo della Sicilia.

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Leseempfehlung: „Leihgabe auf Zeit: Plädoyer für eine ehrliche Naturbeziehung“ von Alberto Fostini

Der Text zeigt auf, dass eine ehrliche Naturbeziehung die absolute Grundlage für unser Wohlbefinden, unsere Prosperität und unsere Gesundheit ist.

Der Essay schlägt eine harmonische Koexistenz sowohl unter den Menschen als auch zwischen Mensch und Umwelt vor und zeigt den Weg zu einem ehrlichen Gleichgewicht, in dem die Natur als gleichberechtigter Partner gesehen wird.

Den vollständigen Text in beiden Sprachen findet sich online unter:

https://www.habitvital.net/de/natur/natur-und-klima/klima-natur-perspektiven/zu-den-feldern-und-zur-erde

https://www.habitvital.net/it/natura/clima/la-natura-ed-il-clima-prospettive/verso-i-campi-e-verso-la-terra